Sommerlager 1990 – Zinal (Schweiz)

Erschienen am 15. November 2015 in Sommerlager

Oli

 

Das Sommerlager 1990 der Neckarsulmer Georgspfadfinder fand in Zinal (Wallis/Schweiz) statt. Die 39 Pfadfinder waren der Einladung der Pfadfinder aus der Partnerstadt Grenchen gefolgt. Die Verbindung zu Pfadi Grenchen wurde bereits 1987 hergestellt und seither fanden einige gemeinsame Veranstaltungen statt.

Dieses Sommerlager war ein weiterer Höhepunkt der Pfadfinder aus Grenchen und Neckarsulm. Nach etwa achtstündiger Busfahrt wurde das 1.800 m hoes Bergtal bei Zinal erreicht. Dort warteten schon unsere schweizer Freunde. Sofort wurde die Zelte aufgeschlagen. Es waren keine sanitären Anlagen vorhanden. Somit wurden der „Donnerbalken“, eine Waschstelle am 5 Grad kalten Gebirgsbach und eine Dusche an einer Felswand errichtet. Das Wasser floß über einen Felsen und wurde in eine Gießkanne umgeleitet. In der Gießkanne konnte sich das Wasser in der Sonne erwärmen. Eine kalte Dusche war bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad allerdings sehr wichtig.

In diesem „Alpinistenlager“ wurden sehr viele Wanderungen unternommen. Gleichzeitig war dies Training für den Höhepunkt des Lagers: die Besteigung des über 4.000 m hohen Bishorns. So wurde eine Wanderung zur zerfallenen Alp Grand Chiesso durchgeführt, von der ein herrlich auf de Walliser Glescherwelt ausblicken konnte. Eine Höhenwanderung zum Hotel Weisshorn, eine Tour von Grimentz via Stausee Moiry auf den Sorebois. Das Gletschertraining mit dem Seil verlangte von allen viel Überwindung und Kraft.

Außerdem wurden die größte Staumauer Europas besichtigt, die Grande Dixence und die Firma ETA in Sion, die die berühmten Swatch-Uhren herstellt. Trotz vielen Schweißtropfen waren diese Ausflüge jeweils ein beeindruckendes Erlebnis.

Eine Lagerolympiade bei glühender Hitze durfte auch nicht fehlen: In den Kategorien Fußball und Volleyball wurden die besten Gruppen gesucht.

Dann ging es endlich los: Bei herrlichem Wetter ging es zur 3.256 m hoch gelegenen Tracuit-Hütte. Vorbei an einem Hochmoor und einer endlosen Geröllhalde. Edelweiss waren auch am Wegesrand zu finden. Nach einer Nacht in der Hütte gins über den Gletscher gipfelwärts. Das Bishorn auf 4.159 m war erreicht. Viele meinten: irrsinnig, herlliches Gefühl, ringsherum ein atemberaubendes Alpenpanorama.

Wieder am Zeltplatz angekommen wurde noch lange über das tolle Erlebnis gesprochen.

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